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Glasgow Coma Scale

Beurteilung des Bewusstseinsniveaus

Interpretation

Die Glasgow Coma Scale (GCS) wurde entwickelt und standardisiert zur Beurteilung und Klassifikation des Schweregrads des Schädel-Hirn-Traumas (SHT). Außerhalb des SHT-Kontexts wird die Skala jedoch weit verbreitet als deskriptives Instrument für das Bewusstseinsniveau eingesetzt, was die klinische Entscheidungsfindung unterstützt.

Bei SHT — ATLS und Brain Trauma Foundation

Score Klassifikation
13 – 15 Leichtes SHT
9 – 12 Mittelschweres SHT
3 – 8 Schweres SHT

In anderen klinischen Szenarien — deskriptiver Einsatz (Skala nicht für diesen Zweck standardisiert)

Score Klassifikation
15 Bewusstsein bei Verhaltensuntersuchung intakt
13 – 14 Leichte Bewusstseinsstörung
9 – 12 Mittelschwere Bewusstseinsstörung
3 – 8 Schwere Bewusstseinsstörung

Hinweis: Der GCS-Grenzwert ≤ 8 wird in Leitlinien weit verbreitet als Referenzpunkt für die Erwägung eines erweiterten Atemwegsmanagements verwendet, ist jedoch keine absolute Regel — die Entscheidung muss individualisiert werden. Die Anwendung der GCS kann durch Sedierung, vorherige Intubation, Aphasie und vorbestehende neurologische Defizite eingeschränkt sein. Wenn eine Komponente nicht beurteilt werden kann, ist die Gesamtsumme ungültig; berichten Sie die Komponenten separat mit geeigneter Notation (z. B. VNT für verbal nicht testbar). Es wird empfohlen, den Gesamtscore stets zusammen mit der Komponentennotation zu erfassen (z. B. GCS 11 = E3V3M5).

Referenzen

  • 1. Teasdale G, Jennett B. Assessment of coma and impaired consciousness: a practical scale. Lancet. 1974;2(7872):81–84. PubMed ↗
  • 2. Teasdale G, et al. The Glasgow Coma Scale at 40 years: standing the test of time. Lancet Neurol. 2014;13(8):844–854. PubMed ↗
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