Unsere Rechner sind Bildungstools und ersetzen keine medizinische Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie immer eine qualifizierte Fachkraft.

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Arterielle Blutgasanalyse

Analyse von Säure-Base-Störungen

Normaler Bereich: 7,35–7,45

Normaler Bereich: 35–45 mmHg

Normaler Bereich: 22–26 mEq/L

Normaler Bereich: 80–100 mmHg (Raumluft)

Referenzwerte

Parameter Normaler Bereich Einheit
pH7,35–7,45
PaCO₂35–45mmHg
HCO₃⁻22–26mEq/L
PaO₂80–100mmHg
SaO₂> 95%
Base-Excess−2 bis +2mEq/L

Säure-Base-Störungen

Respiratorische Azidose:

pH ↓, PaCO₂ ↑ (Hypoventilation, COPD, Atemdepression)

Respiratorische Alkalose:

pH ↑, PaCO₂ ↓ (Hyperventilation, Angst, Schmerz, Hypoxämie)

Metabolische Azidose:

pH ↓, HCO₃⁻ ↓ (Ketoazidose, Nierenversagen, Diarrhöe, Laktatazidose)

Metabolische Alkalose:

pH ↑, HCO₃⁻ ↑ (Erbrechen, Diuretikagabe, Hypovolämie)

Kompensationsregeln

Akute respiratorische Azidose: HCO₃⁻ steigt um 1 mEq/L pro 10 mmHg Anstieg des PaCO₂

Chronische respiratorische Azidose: HCO₃⁻ steigt um 3,5 mEq/L pro 10 mmHg Anstieg des PaCO₂

Akute respiratorische Alkalose: HCO₃⁻ fällt um 2 mEq/L pro 10 mmHg Abfall des PaCO₂

Chronische respiratorische Alkalose: HCO₃⁻ fällt um 4–5 mEq/L pro 10 mmHg Abfall des PaCO₂ (Berechnung verwendet 4 mEq/L als Referenz)

Metabolische Azidose (Winter-Formel): Erwartetes PaCO₂ = 1,5 × HCO₃⁻ + 8 (±2)

Metabolische Alkalose: PaCO₂ steigt um 0,7 mmHg pro 1 mEq/L Anstieg des HCO₃⁻

Hinweis: Kompensation stellt den pH nie vollständig wieder her — sie nähert ihn nur dem Normalwert an. Die akute/chronische Unterscheidung bei respiratorischen Störungen erfordert klinischen Kontext jenseits der Laborwerte.

Klassifikation der Hypoxämie

Leicht: PaO₂ 60–79 mmHg
Mäßig: PaO₂ 40–59 mmHg
Schwer: PaO₂ < 40 mmHg

Hinweis: PaO₂-Werte sollten für Alter und Höhe korrigiert werden.

WICHTIG

Dieser Rechner ist ein Entscheidungsunterstützungstool und ersetzt kein klinisches Urteil. Die Interpretation muss immer mit einer vollständigen klinischen Anamnese, detaillierter körperlicher Untersuchung, Serumelektrolyten und anderen ergänzenden Untersuchungen korreliert werden. Gemischte Störungen sind häufig und erfordern sorgfältige Analyse.

Referenzen

  • 1. Adrogué HJ, Madias NE. "Management of life-threatening acid-base disorders. First of two parts." N Engl J Med. 1998;338(1):26–34. PubMed ↗
  • 2. Berend K, de Vries AP, Gans RO. "Physiological approach to assessment of acid-base disturbances." N Engl J Med. 2014;371(15):1434–1445. PubMed ↗
  • 3. Albert MS, Dell RB, Winters RW. "Quantitative displacement of acid-base equilibrium in metabolic acidosis." Ann Intern Med. 1967;66(2):312–322. PubMed ↗
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